mein entscheid fiel 2017

meine persönlichen gründe, auszuwandern, basierten auf verschiedenen erfahrungen, die ich in meinem leben gemacht hatte. mit 50 jahren begann ich über meine pensionierung nachzudenken, jedoch viel zu spät, wie ich im nachhinein feststellen musste. mir wurde bewusst, dass ich körperlich und geistig nicht mehr auf dem absoluten höhepunkt war oder sein wollte. vieles war mir einfach zu viel geworden.
der job brachte zu viel stress mit sich, fühlte sich wie ein endloses hamsterrad an. die erwartungen und ansprüche waren zu hoch, und es gibt zu viele gesetze in der schweiz. Die präsenz von ausländern hat zugenommen, was bei mir zu unbehagen führte. auch der leistungsdruck in der arbeit, die hohen abgaben, steuern und bussen waren zu viel für mich. gleichzeitig ließ meine motivation und leistungsbereitschaft deutlich nach, und ich stellte mir immer öfter die frage, ob das wirklich alles im leben ist.
zu diesem zeitpunkt hatte ich ein erfülltes leben. Ich lebte in meinem eigenen einfamilienhaus und besaß noch ein zweites haus, das vermietet war. mein job bereitete mir viel spaß und erfolg. aus meiner ersten ehe habe ich drei wunderbare erwachsene kinder, die erste ehe mit einer schweizerin, wurde nach fast 20 jahren geschieden. damals besaß ich auch drei chevrolet camaros, die mir sehr viel freude bereiteten.
meine zweite ehe endete jedoch nach 2,5 jahren mit einer scheidung. meine damalige frau stammte aus der dominikanischen republik. nach der scheidung wurde ich zu unrecht für dinge angeklagt, die ich niemals getan hatte. glücklicherweise wurde ich vor gericht freigesprochen und meine unschuld wurde festgestellt. interessanterweise musste ich die kosten für die scheidung selbst tragen, während ihre kosten vom staat übernommen wurden. diese erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich als schweizer bürger nicht so sicher und geschützt bin, wie ich es zuvor angenommen hatte. das hat mich sehr enttäuscht und traurig gestimmt. 😦 😦 😦
meine älteste tochter wollte im mai 2017 mit 26 jahren unterhalt für ihr studium von mir, obwohl der unterhalt in der scheidungskonvention mit ihrer mutter geregelt und rechtsgültig war. ich musste auf anraten von meinem anwalt, eine konvention mit meiner tochter eingehen, was mich umgerechnet 1.5 jahre leben in den philippinen gekostet hat. auch das hätte ich nie von meiner schweiz und ihren gesetzten erwartet. 😦 😦 😦
zuvor im 2017 war ich das erste mal auf den philippinen. ein jahr zuvor hatte ich über einen freund eine frau von den philippinen kennengelernt. wir haben uns online besser kennengelernt, bis ich sie im januar und februar 2017 besucht habe. während meines besuchs habe ich mich in sie verliebt.

gründe die für die philippinen sprechen:
- die philippinen sind ein wunderschönes land mit vielen stränden und einer traumhaften natur. in der natur wächst und gedeiht fast alles wunderbar, pflanzen, gemüse, bäume. *****
- die visa-bestimmungen sind ausländer freundlich, so kann man zum beispiel 3 jahre unterbrochen im land bleiben mit einem touristen-visa. es gibt auch spezielle rentnervisas die man ab 50 jahren abschliessen kann. *****
- die filipinos sind sehr hilfsbereit und freundlich, auch wenn sie meistens auf ein trinkgeld oder zustupf aus sind. *****
- es existieren auch in den philippinen viele gesetzte und vorschrieften aber meistens ist niemand da um diese durchzusetzen. *****
- die philippinen haben die terretorial steuerrecht, das heisst nur geld das in den philippinen verdient wird muss auch hier versteuert werden. *****
- viele filipinos sprechen oder verstehen englisch und englisch ist die 2. amtssprache neben tagalog, also an offiziellen stellen ist die verständingung meist kein problem. *****
- die lebenshaltungskosten sind viel niederiger als in meinem heimatland, allerdings auch die einkommen, aber ich will ja nicht arbeiten nur in frieden mein leben geniessen 🙂 🙂 🙂
alle diese gründe bewogen mich mein glück mit einer auswanderung in den philippinen zu suchen.

also fing ich im laufe des jahres 2017 an das finanzielle zu planen, abzuklären wieviel ahv ich zu erwarten habe, ob ich bei der pensionskasse auszahlung oder rente bevorzugen soll, verkauf meiner häuser und autos. bis ende jahr 2017 hatte ich meine 1. version meines budgets und merkte, ok das geld sollte reichen bis ans ende meiner tage.
die entscheidung war getroffen, jetzt ging es an die umsetzung.
am 28. oktober 2017 eröffnete ich die facebook-gruppe „swiss expats philippines„ um erfahrungen, erlebnisse und reiseberichte auszutauschen, in zwischenzeit hat die gruppe 466 mitglieder die in den philippinen leben oder in zukunft leben wollen. die auswanderung war angedacht in 2-3 jahren. aber ersten kommt es anderst und zweitens als man denkt, wie mein vater immer sagte. zuerst hatte ich mühe mein haus zu verkaufen, aber nach 2 jahren hat es endlich geklappt und dann kam die plandemie.
das ich fast auf den tag genau 26.10.2022, 5 jahre später ausgewandert bin habe ich erst jetzt beim aufschreiben bemerkt.

wenn mich vor 15 jahren jemand gefragt hätte, ob ich mir vorstellen könnte die schweiz zu verlassen, hätte ich das vehement verneint. meine erfahrungen im leben lernten mir etwas anderes und ich begann später andere wege im leben zu suchen um mein glück zu finden.
mein rat darum: offen bleiben für andere wege, den mut haben etwas zu versuchen, eine gute information und vorbereitung, positiv bleiben 🙂 🙂 🙂
mein youtube kanal swiss expat philippines, bei meinem ersten video geht es auch um dieses thema. 🙂 🙂 🙂
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